Test Univention 4.0-1

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Meine Güte ist das kompliziert. Aber geil.

Die letzten Tage wurde der Univention Corporate Server auf die Version 4.0-1 geupdatet. Hierbei handelt es sich um eine auf Debian basierende Distribution zur Serververwaltung. Das ganze ist ähnlich wie ClearOS oder NethServer gestrickt. Ihr bekommt eine Weboberfläche zur Verwaltung der einzelnen Servermodule.

Ich hab mir das ganze mal als VM Image runtergeladen und angeschaut:

1. Installation

Nachdem man das Image runtergeladen hat ( hier ist der Link: https://www.univention.de/download/ ) bindet man das ganze unter VMware / VirtualBox ein und startet die Installation.

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Man wird als erstes nach Sprache und Standort gefragt. Worauf auch gleich die IP Konfiguration folgt.

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Insofern man ein DHCP Setup bevorzugt, kann an dieser Stelle alles übernommen werden.

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Als nächstes kommt die Domäne. Ich wähle hier mal den Punkt „Erstellen einer neuen UC-Domäne“, da es mich interessiert wie einfach das ganze von der Hand geht. Bisher richte ich die PDCs bei Kunden immer von Hand ein, wie ich hier auch schon beschrieben hab: PDC einrichten

Ich bin da mittlerweile aber auf Ubuntu umgestiegen. Keine Ahnung warum eigentlich …. Naja weiter im Text.

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Name der Organisation eingeben, falls man einer angehört, sowie Mail und Passwort. !Achtung! Hier sollte man das kleingedruckte lesen. Das Passwort, welches hier vergeben wird, ist für den Benutzer „Administrator“. Dank der Info spart man sich das raten nach der Installation. Ich hatte den Text natürlich nicht gelesen und durfte dann erstmal den Benutzer suchen mit dem ich mich anmelde …..

Das System ist in der Test-Version bzw. der Version für die persönliche, nicht gewerbliche Nutzung, frei für bis zu 50 Useraccounts. Danach fällt eine Lizenz für ca 300€ an.

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Aus der oben angegebenen Oganisation wird der Systemname sowie die LDAP Basis erstellt. Dies kann man ebenfalls so belassen.

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Softwareauswahl. Was wollen wir mit dem Server machen? Wals soll drauf? Hier könnt ihr die entsprechenden Komponenten auswählen. Ich bleibe bei PDC und wähle noch die Oberfläche KDE dazu.

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Danach startet die Installation. Dauert nen Moment.

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Nach der Installation werden wir aufgefordert „Fertigstellen“ zu klicken. Worauf der Server neu startet. Unter der IP ist die Weboberfläche erreichbar. Man wird automatisch weiter geleitet, kann sich also die Endung /univention-management-console/ sparen.

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Zum Login verwenden wir den Benutzer: Administrator und das von euch vergebene Passwort. Wenn man wie ich den Text während der Installation nicht richtig gelesen hat, steht man an dieser Stelle echt doof da. Zumal nirgendwo ein Hinweis auf einen Benutzer zu finden ist. Erst wenn man sich als root anmeldet, wird man darauf hingewiesen, dass man lieber den Benutzer Administrator verwenden sollte, da unter root nicht alle Funktionen zugänglich sind. Aaah ja.

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Ich weiß gar nicht wo ich mit den Verbesserungsmöglichkeiten anfangen sollte, deshalb reg ich mich mal nicht auf und klick auf „Alles hat super funktioniert“ (……..)

Danach werdet ihr von der Verwaltungsoberfläche begrüßt. Und da muss ich echt mal sagen: Hut ab. Die hat sich gewaschen. Sieht richtig gut aus.

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Jetzt kommen wir zur Quizfrage: Da wir ja einen PDC eingerichtet haben, wollen wir natürlich auch der Domain beitreten. Wie lautet der Name der Domain?

Nachdem ich auf der Suche nach dem Benutzer war, fängt an dieser Stelle die Suche nach der Domain an. Unser Host heisst UCS-6197.kleewald.intranet. Naheliegend wäre also: kleewald.intranet. Falsch! Natürlich ist es: kleewald. Der Name der Organsisation, welchen wir während der Installation angegeben haben. Das Problem. Es sagt einem keiner…..

Ein Blick unter Domäne -> LDAP-Verzeichnis -> samba spuckt diesen dann aber aus.

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Nichts für Anfänger. Dafür umfassende Konfigurationsmöglichkeiten, eine aufgeräumte Oberfläche und das ganze ist auch noch super dokumentiert. Hier das Handbuch .

Da können sich andere Serversysteme ruhig mal eine Scheibe von abschneiden. Wenn es auch ein wenig Einarbeitungszeit bedarf und einige Funktionen ein wenig überfrachtet sind. Wie der Name aber schon verrät handelt es sich hier ja auch um einen Corporate-Server.

Wer zu faul ist das ganze selbst zu installieren kann die Online Demo nutzen. Ein Blick lohnt sich: https://www.univention.de/download/ucs-online-demo/