Eine Woche mit: Voyager X

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Ich möchte euch mal wieder eine relativ neue Linux Distribution vorstellen: Voyager. Die auf Ubuntu 14.04 basierende Distribution setzt auf XFCE als Desktopumgebung. Denken sich die meisten natürlich, gibt es schon. Nämlich Xubuntu. Voyager versucht hier aber einen anderen Weg zu gehen. Anstelle von einem Standardsystem bekommt ihr eine sehr stark mit eigenen Skripten bepackte Distribution.

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Installation

Die Installation verläuft, wie bei allen Ubuntu Distribution, nach dem gleichen Prinzip. Ihr habt entweder die Möglichkeit das System direkt zu installieren oder ihr installiert aus der Live Umgebung heraus. Nach dem üblichen Next -> Next -> Next Prozedere begrüßt euch dann der sehr aufgeräumt wirkende Desktop, welcher oben auf dem Screenshot zu sehen ist. Man sollte vielleicht noch anmerken, dass nach der Installation alles auf Anhieb lief. Ich musste weder Sprache noch Keyboard Layout, Maus oder Auflösung anpassen. Nach der Installation der VMware-Tools läuft das ganze auch im full screen Mode.

Anpassung des Desktops

Ich bin ja nicht so der Fan von Desktop-Modding. Das höchste der Gefühle ist bei mir, wenn ich mal die Icons austausche. Trotzdem möchte ich hier mal auf den Punkt Anpassung eingehen, da Voyager X euch hier eine Fülle an Möglichkeiten bietet. Gehen wir zunächst mal auf die Wallpaper ein. Da muss man nämlich direkt feststellen, dass hier nicht die 0815 Wallpaper verwendet werden, sondern eine etwas anmutende Auswahl getroffen wurde.

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Da sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein. Auch was Farbgebung und Symbole angeht wurde hier von den Entwicklern eine nette Vorauswahl getroffen, so dass man eigentlich nicht unbedingt anfangen muss Symbole oder ganze Themes nach zu installieren. Aber das ist ja immer Geschmackssache. Wobei ich mich schon Frage welcher Entwickler das Standard Wallpaper der Distribution wählen durfte. Pferde in der Wüste? Ehrlich? …. Naja Auswahl ist ja da.

Wobei ich hier Anmerken muss, dass wenn man ein Dunkles Theme wählt die Fensterelemente nicht wirklich gut umgesetzt wurden.

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Anwendugen und Funktionen

Kommen wir zu den Anwendungen. Auch in diesem Bereich überrascht die Distribution, da nicht die üblichen Programme zum Einsatz kommen. Als Terminal z.B. setzt man hier auf Terminator.

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Gleichzeitig wird noch der ?neue? XFCE 4 Terminal Dropdown Befehl in der Taskleiste verwendet, so dass man eigentlich immer nen Terminal zur Hand hat, wenn man einen braucht. Das Prinzip kennt man ja schon von KDE. Da ist es allerdings ein Programm, welches nachinstalliert werden muss.

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Des Weiteren sind Programme wie: SMPlayer Youtube Browser, Thunderbird, Mousepad, BleachBit, Clementine usw. installiert. Also man sieht schon, es wird versucht eine andere User Experience zu transportieren als es andere Distributionen machen. Das finde ich eigentlich sehr gut, da man auf diese Weise neue Programme und Tools kennen lernt und die Distribution dann mal wirklich spannend ist, allerdings finde ich auch, dass man dem User somit sehr klar vorschreibt was er nutzen soll. Natürlich ist das kein Muss, da jeder für sich selbst entscheiden kann, was für ein Programm er für welche Aufgabe verwendet. Das Problem dabei ist dann nur, dass ich alle nicht von mir verwendeten Programme deinstallieren muss um entsprechend meine Programme zu installieren. Da nehme ich dann doch lieber eine Distribution, die ein wenig schlanker ausgestattet ist und ich mir das System nach meinen Vorlieben hin anpassen kann. Der Linux-Gedanke eben.

Sehr gelungen finde ich die Integration der Backup Funktion. Hier greift man auf Déjà Dup zurück und bindet dieses direkt in die Taskleiste ein. Top! Ich finde die Backup Möglichkeiten in manchen Distributionen ein wenig zu versteckt, wenn überhaupt welche vorhanden sind.

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Klar sind in der heutigen Zeit Backups nicht mehr ein ganz so großes Thema, da jeder den ein oder anderen Cloud-Speicher nutzt. Dennoch finde ich es wichtig, wenn man mal einen Ordner hat, den man in keiner Cloud sichern will, sondern eher auf seinem eigenen NAS oder ähnlichem.

Auf eine Sache möchte ich noch eingehen bevor ich zum Ende komme und weiter teste: Nämlich die Shortcuts.

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Hovert man mit der Maus an die rechte Seitenleiste, blendet sich eine weitere Taskbar ein, welche mit einigen Shortcuts/Verknüpfungen bestückt ist. Jede Verknüpfung bezieht sich auf ein anderes Skript, dass eigens für die Distribution erstellt wurde. Starte ich also z.B. die Verknüpfung „Terminal“ bekomme ich 2 Terminals + Matrix Konsole als Vollbild angezeigt. Das sieht dann so aus.

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Das gleiche gibt es noch für Musik und andere Funktion. Sogar ein Kodi Media Center wurde integriert.

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Fazit

Alles in allem wirkt die Distribution sehr neu auf mich. Neu nicht im Sinne von: sie gibt es noch nicht lange, sondern vielmehr die Ideen die hier umgesetzt wurden. Ich hatte schon lange nicht mehr soviel Spaß bei dem Test einer Distribution, da es immer wieder was zu entdecken gibt, was mehr oder weniger gut umgesetzt wurde. Auch die Punkte, die im Moment noch nicht sooo gut laufen bieten trotzdem einen spannenden Ansatz. Wie viel davon mittlerweile Standard unter XFCE ist werde ich die Tage mal recherchieren. Ich kann eigentlich nur jedem empfehlen sich Voyager X mal anzuschauen. Den Link findet ihr hier: http://voyagerlive.org/

Die Seite ist aber leider auf französisch….

Elementary OS – Freya Beta 1

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Elementary OS bringt die erste Beta für die kommende 0.3 Version seiner Distribution.  Freya Beta 1 basiert auf Ubuntu 14.04 LTS und enthält zusätzlich bessere Hardwareunterstützung sowie einen verbesserten Grafik Stack. Hier mal ein Auszug aus den Release Notes:

Improved Hardware Support and Updated Libraries

Freya inherits core components from Ubuntu 14.04.1 LTS such as the Linux kernel (version 3.13), hardware drivers, and graphics stack. This includes support for EFI stub-loading, which is a kernel feature that enables booting directly from (U)EFI, without the need for an additional bootloader such as GRUB. Ubiquity does not yet have support for this configuration, but one of our developers has created a guide for a GRUB-free install of Freya on modern Mac computers using rEFInd.

Additionally, we’re shipping the latest stable GTK+ release, 3.12, rather than Ubuntu 14.04’s outdated 3.10. This beta release brings a number of new features including new widgets and an improved GtkCSSProvider. Vala has been updated to version 0.24 bringing an incredible number of new bindings to elementary OS including Gstreamer 1.0, GeoCode, and more.

Online Accounts Integration

We’re debuting a GSignon-based online accounts system called Pantheon Online Accounts. Unlike Ubuntu online accounts, it’s GLib based, and unlike GNOME online accounts, it’s fully extensible. With Pantheon Online Accounts you get the best of both worlds. Out of the box, we’re aiming to support Facebook, Fastmail, Google+, Microsoft, and Yahoo accounts. Some integration work needs to happen to get apps actually using the service, but the foundation is set!

Slingshot Search Improvements

Slingshot search is now powered by Synapse plugins. So far, we’ve only introduced one new plugin in addition to app search (calculator), but work has begun on a unit conversion plugin. We’re excited to see some handy functionality added for keyboard-driven users. You can now search for Switchboard plugs in Slingshot as well.

Client-Side Decorations

One of the great new features of GTK+ 3.12 is the ability to use client-side window decorations and we make extensive use of the feature. Every GTK+ 3 window in Freya is decorated on the client side with no extra work needed from app developers. This means consistent iconography, shadows, and sharply rendered borders over dark backgrounds. The most notable use of CSD is of course with the new Gtk.Headerbar, but you’ll also see Terminal and Photos using the new “.titlebar” GtkCSS class and Gtk.Dialog getting its own style as well.

Updated Theme

Gone are the days of Unico engine and mysterious pink widget bugs. The theme is now completely handled by GtkCSSProvider. We’ve added better support for .linked widgets, :backdrop states, “destructive-action” and “suggested-action” classes for buttons, better looking tabs, symbolic icon coloring in headerbars, and many more improvements based on feedback from users and third party developers. A brand new dark theme is also now available for app developers.

Granite Changes

GTK+ has improved tremendously since we released Luna (we <3 you, GTK+ hackers!), and many components of Granite have become deprecated as a result. Among those superseded by new widgets in GTK+ are:

  • DecoratedWindow is no longer necessary due to GTK+ Client-side Decorations
  • HintedEntry is replaced by Gtk.Entry.set_placeholder_text
  • Popover is replaced by Gtk.Popover
  • SearchEntry is replaced by Gtk.SearchEntry
  • Statusbar is replaced by Gtk.ActionBar
  • StaticNotebook is replaced by Gtk.Stack and Gtk.StackSwitcher

And a Few Hundred Other Things

We’ve closed literally hundreds of bug reports this cycle ranging from new features to better translations and support for right-to-left languages, fixes for annoying issues, and more. Here are a few of the “little big things”:

  • Maya now handles CalDav syncing (and thus Google Calendar).
  • You can now search in Files using the shortcut “Ctrl + F”.
  • Animations have been greatly improved through the use of Gtk.Stack and Gtk.Revealer. Many UI elements now slide in and out of view instead of popping up abruptly.
  • Switchboard plugs now use GModule instead of Xembed, giving us a nice speed boost and prepping us for a future on Wayland.
  • Greeter now respects the LightDM configuration which allows deactivating the guest-account and manual logins.
  • Many icons have moved from a glossy style to a flatter, matte style.

Zu finden ist die offizielle Meldung hier: elementary OS

Die Distribution hat sich zur Aufgabe gemacht, ein frischeres Erscheinungsbild auf den Linux Desktop zu bringen. Das gelingt meines Erachtens nach ganz gut. Ein Blick lohnt sich, wobei ich bei der Installation immer Probleme hatte, da Komponenten wie WLAN, Grafik oder UEFI nicht wollten ….

 

Bildquelle

World of Warcraft unter Ubuntu 14.04, 14.10 und LinuxMINT

In dieser Anleitung/HowTo geht es um World of Warcraft unter Ubuntu 14.04, 14.10 und LinuxMINT oder vielmehr den BattleNet Launcher und die damit verbundenen Spiele. Ich selbst habe mal getestet Diablo 3 und WoW mittels PlayOnLinux unter LinuxMint zum laufen zu bekommen. Alles in der neuesten Version. Kein Erfolg. Es tauchte immer die Fehlermeldung: “ Spiel benötigt neuesten DirectX Treiber..“ auf. Dieser war allerdings installiert. Irgendwann habe ich dann aufgegeben und Wine über den Paketmanager installiert. Das führte dazu, dass der BattleNet Launcher nach dem Start immer sofort abstürzte….. Also musste eine andere Variante her. Diese will ich hier mal beschreiben.

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Schritt 1 WoW unter Ubuntu 14.04 installieren

Um WoW zum Laufen zu bekommen fügen wir zunächst die wine-ppa hinzu mit folgendem Befehl:

sudo add-apt-repository ppa:ubuntu-wine/ppa
sudo apt-get update

Wenn das getan ist und die Pakete neu eingelesen wurden geht es mit folgendem weiter:

sudo apt-get install wine1.7

Jetzt wechseln wir in unser Download Verzeichnis mit cd /home/user/Downloads oder wo immer ihr die Datei, welche jetzt geladen wird, speichern wollt.

wget http://dist.blizzard.com/downloads/wow-installers/full/World-of-Warcraft-Setup-deDE.exe

Die Installation starten wir nun mit folgendem Befehl:

wine "World-of-Warcraft-Setup-deDE.exe"

Dies startet nun den BattleNet Launcher und man wird wie gewohnt durch die Installation geführt.

Schritt 2 Optimierung

Solltet ihr eine langsame Grafikkarte verbaut, oder das ganze wie ich auf einem Notebook installiert haben solltet ihr die Grafik auf OpenGL umstellen. Das erhöht eure Framerate bzw. sollte es sie verdoppeln.

gedit ~/.wine/drive_c/Program\ Files\ \(x86\)/World\ of\ Warcraft/WTF/Config.wtf

Dort folgendes einfügen oder ersetzen:

SET gxAPI "OpenGL"

UPDATE

Seit dem neuesten Patch startet das Spiel nicht mehr mit den oben erwähnten Einstellungen. Fehler: Verbindungsaufbau. Dann passiert nichts mehr. Abhilfe schafft folgende Lösung.

Text Datei auf dem Desktop erstellen und folgenden Inhalt einfügen:

32Bit

#!/bin/sh

WINEDEBUG=-all wine "/home/EUERBENUTZERNAME/.wine/drive_c/Program Files/World of Warcraft/WoW.exe" -opengl

64Bit

#!/bin/sh

WINEDEBUG=-all wine "/home/EUERBENUTZERNAME/.wine/drive_c/Program Files (x86)/World of Warcraft/WoW.exe" -opengl

Nvidia Karten:

32Bit

#!/bin/sh

WINEDEBUG=-all __GL_THREADED_OPTIMIZATIONS=1 wine "/home/EUERBENUTZERNAME/.wine/drive_c/Program Files/World of Warcraft/WoW.exe" -opengl

64Bit

#!/bin/sh

WINEDEBUG=-all __GL_THREADED_OPTIMIZATIONS=1 wine "/home/EUERBENUTZERNAME/.wine/drive_c/Program Files (x86)/World of Warcraft/WoW.exe" -opengl

Danach das Script noch ausführbar machen. In den Ordner wechseln und folgenden Befehl per Kommandozeile ausführen:

chmod +x DATEINAME

Das Spiel über den neuen „Launcher“ starten und die höheren FPS (kann man sich anzeigen lassen mit strg+r) genießen.
Im Grunde sollten mit der optimierten Wine Version auch alle anderen Spiele von Blizzard laufen, welche über den BattleNet Launcher installiert werden. Ich hab es bis jetzt noch nicht ausprobiert, würde mich aber freuen über Google+ von euren Erfahrungen zu hören.