Kubuntu 15.04 im Überblick

Das obere Ende der Nahrungskette. Passt auf ihr Mates, Gnome 3s und was da alles noch so kreucht und fleucht, hier kommt KDE 5.3 in Form von Kubuntu 15.04.

Installation

Die Installation geht wie gewohnt ohne Probleme vonstatten. Nachdem man die Partition bestimmt hat installiert das System die nötigen Pakete. Man wird nach Zeitzone, User und Verschlüsselung des eigenen Ordners gefragt. Nach den entsprechenden Angaben steht das neue System zur Verfügung und verlangt den ersten Neustart. Sollte man weitere Betriebssysteme auf der Festplatte haben, werden diese automatisch eingebunden und stehen im GRUB Menü zur Auswahl bereit.

Software

KDE kommt von Haus aus mit ein wenig mehr Software daher als andere Distributionen. Das mag dem einen gefallen, dem anderen vielleicht nicht. Ich persönlich habe mich damit abgefunden. Pakete lassen sich ,wie bei den meisten Distributionen, nicht nachträglich entfernen, da sie Teil des Grundsystems sind. Als Standard-Dateimanager kommt, wie unter KDE üblich, Dolphin zum Einsatz. Ich finde diesen eigentlich sehr gut und übersichtlich.

Weitere Anwendungen sind: Firefox, Gwenview Bildbetrachter, Amarok und der DragonPlayer als VLC Alternative. Linux macht es uns an dieser Stelle ja wie immer recht einfach und so sind die eigenen, favorisierten Anwendungen schnell nachinstalliert.

Betrieb

Nach der Installation auf meinem ThinkPad ging eigentlich alles „out of the box“ bis auf die Lüftersteuerung, welche ich noch ein wenig optimiert habe. Von der Geschwindigkeit her hat KDE 5.3 an seinem Vorgänger gemessen sich stark verbessert. Das System bootet auf einer SSD sehr schnell und es lässt sich kaum noch ein Unterschied zu einem Ubuntu-Mate hin feststellen. Man müsste an dieser Stelle mal die Stoppuhr auspacken um zu sehen, wer hier wirklich die Nase vorn hat. Reduziert kann man aber sagen, dass das alte KDE Startverhalten, bei dem man minutenlang auf das System warten durfte, nicht mehr existiert.

Generell ist das System im regulären Betrieb sehr reaktionsfreudig und die Plasma Oberfläche kommt mit nicht allzu vielen Spielereien daher. Wer darauf allerdings steht, kann die ganzen Effekte natürlich einstellen, was dann allerdings bei nicht so potenter Hardware zu einer Verringerung der Performance führen dürfte.

Hier mal ein Video, welches die Neuerungen von KDE 5.3 zeigt:

Fazit

Ok. Ich habe mir sehr lange überlegt, wie ich das Fazit am besten zum Ausdruck bringen kann. Darunter waren Überlegungen wie: Einfach nur geil! Oder: Der Rest kann einpacken!

Ich denke mal ich habe mit dem Einleitungssatz schon ein wenig meine Begeisterung ausgedrückt. Bei dem System stimmt einfach alles. Es läuft sehr sauber und KDE 5.3 ist genau das auf was ich seit langem gewartet habe: Innovation.

Klar ist ein Ubuntu Mate schnell aber es sieht nun mal aus wie Ubuntu vor 6 Jahren. Es gibt jetzt viele unter euch die an dieser Stelle entgegnen werden: „Und das ist auch gut so! Ich möchte kein Unity oder Gnome 3“ und das ist auch gerechtfertigt. ABER Linux brauch genau wie Mac OS X oder Windows 8.1 / 10 Innovation. Ohne diese kommen wir nicht weiter. Ich würde Linux gerne auf jedem zweiten PC/Notebook installiert sehen. Das schafft man aber nicht damit, ein noch schnelleres System zu liefern, sondern man muss den „normalen User“ ansprechen, welcher dann sein Mac OS X oder Windows ersetzt.

Und eben da macht KDE 5.3 einen Schritt in die richtige Richtung. Das System sieht super aus und es macht Spaß mit dem Flat-Design zu arbeiten. Zudem bietet es eine solide Performance. Es stürtzt nur selten mal was ab und wenn dann wird der User nicht mit 10 Bugmeldungen konfrontiert.

Ein sehr gelungenes System, dass ich nur jedem empfehlen kann!