Eine Woche mit: Parsix GNU/Linux

Heute geht es mal um einen Test von Parsix GNU/Linux. Die auf Debian basierende Distribution setzt auf einen angepassten Gnome 3 Desktop und verspricht ein besseres Bedienkonzept. Parsix liegt mittlerweile in Version 7 vor und richtet sich dabei nach ihrem Unterbau, Debian Wheezy 7.0.

Bootet man in die Live-CD bekommt man einen aufgeräumten Desktop angezeigt.

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Was hiebei direkt auffällt ist, dass wir Desktop Icons haben, die ja es ja so erstmal nicht unter dem klassischen Gnome 3 gibt. Dateien auf den Desktop kopieren, da meint man nicht das man da 2015 noch drüber spricht. Für mich echt unverständlich wieso das in Gnome 3 nicht als Standard vorhanden ist. Man muss erst das TweakTool installieren um die Funktion nachzurüsten …

Will man das System installieren ruft man dazu also den mitgelieferten Installer auf. Hierbei handelt es sich um den typischen Debian Installer, welcher sich in der Funktionsweise von dem unter Ubuntu verwendeten unterscheidet. Man muss mehr Hand anlegen und z.B. die Partitionierung selber durchführen. Finde ich eigentlich nicht schlecht, da ich selten die vorgeschlagenen Partitionen der Installer verwende.

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Danach kann man die Installation starten. Im weiteren wird man nach Benutzer, Passwort und Hostnamen gefragt. Wählt die zuvor angelegte Partition aus und die Installation beginnt. Kein vergleich zu früher. Alles sehr einfach und aufgeräumt gehalten.

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Da man während der Installation nicht nach Sprache und Zeitzone gefragt wird, muss das nachträglich nach der Installation umgestellt werden. Dies geht am besten über Einstellungen -> Region und Sprache. Dort einfach die gewünschte Sprache auswählen. Deutsch ist schon installiert und muss nur ausgewählt und nicht nachgeladen werden. Praktisch. Zur Übernahme der Einstellungen ist jedoch ein Abmelden notwendig.

Als nächstes sollte man das System via apt-get updaten. Das ein oder andere Update ist auch bereits vorhanden.

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Installierte Programme

Sind alle Updates gemacht und man hat das System bereits neu gestartet, sollte eigentlich alles laufen. Ich konnte bei mir keine Probleme feststellen, außer das ich die Parsix Taskbar nicht mehr habe. Mir wird nur noch die Standard Gnome 3 Taskbar angezeigt. Keine Ahnung woran das bei mir liegt.

Schaut man sich die Programme an entdeckt man ein paar Besonderheiten. So kommt das System z.B. mit einem vorinstallierten Adobe Flash Player daher. Als Standard Browser kommt Iceweasel zum Einsatz. Mitgelieferter Videoplayer ist VLC. Das überrascht. Aber da den eh jeder installiert ist es meines Erachtens die richtige Wahl. Des Weiteren findet man Inkscape, MidnightCommander, FileZilla und VirtualBox in den Programmen vor. Sehr gute Auswahl. Das wären alles Programme, die ich nachinstallieren würde.

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Fazit

Parsix GNU/Linux bietet einen spannenden Ansatz. Die Distribution bietet nicht nur aktuelle Software, sondern trifft auch mal eine andere Auswahl der Programme. Hinzu kommt ein sechs monatiger Update-Zyklus und die von Debian bekannte Sicherheitsrichtlinie. Alles in allem wird so aus der Distribution eine echte Alternative zu Ubuntu. Ein Test lohnt sich!