Die Revolution des Desktops

Der König ist tot. Lang lebe der König!

Jahrelang war Gnome der unangefochtene Desktop (zumindest bei mir) da draußen. Wenn man sich die Distrowatch Zahlen der vergangenen Jahre ins Gedächtnis ruft, waren die 3 Top Distribution (Ubuntu, Fedora, Mint) alle mit Gnome als Standard Desktop ausgestattet. Erst danach tauchten die “ KDE Distros“ auf (Mandriva, openSUSE usw.) Hier scheiden sich natürlich die Linux-Geister, da die Zugehörigkeit zu dem jeweiligen Lager schon in  dem ein oder anderem Forum zu einer hitzigen Diskussion führte, welches denn nun der „bessere“ Desktop sei.

Besser oder schlechter gibt es hier meiner Meinung nach nicht, nur anders. Gnome war schon immer schlanker und konnte somit auch ohne weitere Probleme auf schwächeren Maschinen betrieben werden, wohingegen KDE damals noch sehr überfrachtet mit Software war, die eh kein Mensch nutzte.

Das hat sich sehr gewandelt wenn man mal einen Blick auf die Top 10 wirft: Die 10 beliebtesten Linux Distributionen

Und was sehen wir da, Gnome ist 3 mal vertreten. Was auch nicht anders zu erwarten war bei dem Weg den der Desktop eingeschlagen hat. Sie wollten etwas neues schaffen. Eine neue User Experience. Ich würde mal sagen, dass ist wohl nach hinten los gegangen ….

Wird Gnome weiter an seinem Weg festhalten oder machen die Entwickler wohl wieder einen Schritt zurück, so wie es Microsoft gerade tut? Wir dürfen gespannt sein was da noch kommt. So lange vergnüge ich mich mit KDE, die in den letzten Jahren wirklich TOP Arbeit geleistet haben. Weiter so!