Zweite Generation von SteamOS setzt auf Debian 8

Valve hat eine erste Betaversion von SteamOS »Brewmaster«, dem Nachfolger der aktuellen stabilen Version von SteamOS, vorgestellt. Die an Spieler gerichtete Linux-Distribution beruht in der neuen Generation auf Debian 8 »Jessie« und Linux 3.18.

Vor knapp zwei Jahren angekündigt, war zunächst unklar, wie die technischen Details von SteamOS aussehen würden. Dass das System auf Ubuntu beruhen könnte, war naheliegend, da schon der Steam-Client für Linux bevorzugt für Ubuntu angeboten wurde. Ende 2013 stellte sich schließlich heraus, dass SteamOS ein Debian-System ist – beruhend auf Debian 7 »Wheezy« mit nur wenigen Anpassungen – und wie ein normales Debian verwendet werden kann. Die Basis von Debian 7 wurde in der Folge mitmehrfachen Aktualisierungen beibehalten.

Die zweite Generation von SteamOS wird auf Debian 8 »Jessie« aufsetzen, wie Valve jetzt angekündigt hat. Eine erste Betaversion von SteamOS »Brewmaster«, die auf Debian 8.1 fußt, ist jetzt zum Testen erhältlich. Es handelt sich laut Valve um eine sehr frühe Version, die nur wenig auf Hardware-Kompatibilität getestet wurde. Man solle das System nicht auf einem Rechner installieren, der wichtige Daten enthält.

SteamOS enthält in dieser Version nahezu alle Änderungen, die Debian 8 gegenüber Debian 7 bringt. Der Kernel ist neuer als bei Debian. Es handelt sich um die langfristig unterstützte Version 3.18 mit einigen Erweiterungen des Herstellers. Zum Download stehen ein ISO-Abbild für ältere Rechner und eine ZIP-Datei zur Installation auf UEFI-Rechnern bereit. Bestehende SteamOS-Systeme sollten nicht aktualisiert werden, es wird nur eine Neuinstallation empfohlen.

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2,5 Stunden für das Update der kompletten IT-Infrastruktur: Wie Ikea seine Server fit gegen Shellshock gemacht hat

Ikea hat Einblicke in seine IT-Infrastruktur gegeben. In 2,5 Stunden soll das Shellshock-Update auf allen Servern eingespielt gewesen sein.

2,5 Stunden für das Update der kompletten IT-Infrastruktur: Wie Ikea seine Server fit gegen Shellshock gemacht hat

(Foto: kaktuslampan / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Im Herbst letzten Jahres trieb die Sicherheitslücke Shellshock ihr Unwesen. Der Bug in Bash sorgte dafür, dass potenziell schadhafter Code unter Linux, Unix und OS X ausgeführt werden konnte. Auf einer Konferenz hat ein IT-Manager von Ikea jetzt Einblicke gewährt, wie Ikea seine Server den Updates unterzogen hat.IT-Infrastruktur: Ikea brauchte nur 2,5 Stunden zum Update aller Server

(Grafik: Instacode)Die Sicherheitslücke namens Shellshock wurde im letzten Herbst bekannt. Ikea hat seine Server innerhalb von 2,5 Stunden geupdated. (Grafik: Instacode)

In einer unterhaltsamen Session auf der Red-Hat-Summit in Boston hat Magnus Glantz aus der IT von Ikea angegeben, dass der Konzern mehr als 3.500 Server habe, die mit Red Hat Enterprise Linux betrieben werden. Natürlich brauchten diese nach dem bekannt werden von Shellshock ein Update. Auf der Bühne zeigte Glantz einen einzeiligen Shell-Command, mit dem das Update für die gesamte Infrastruktur erledigt wäre und spaßte, dass damit sein Vortrag zu Ende wäre.

In Wirklichkeit hätte das Update nur etwa 2,5 Stunden gebraucht, inklusive vorheriger Tests. Möglich wäre das durch das Server-Management-System, das Ikea betreibt. Das stelle unter anderem Informationen zu den verschiedenen Hardware-Komponenten sowie der installierten Software zur Verfügung. Außerdem gäbe es einen Plan für die nächsten sieben Jahre, wie Ikea Linux in der Zukunft nutzen wird. Durch das Application-Binary-Interface von Red Hat Enterprise Linux wäre ein Update ohne große Komplikationen möglich gewesen. Das sorgt dafür, dass laufende Programme beim Einspielen neuer System-Software nicht beendet werden.

Neues vom Admin / 10 Sätze, die ihr besser nicht zu eurem Systemadministrator sagt

Admins sind nur selten wirklich gemein oder wollen euch Böses. An manchen Tagen allerdings kann eine vermeintlich harmlose Nachfrage schon ausreichen, um uns auf die Palme zu bringen. Und das, obwohl das ganz leicht zu vermeiden wäre: Zehn Sätze, die ihr im Umgang mit eurem Systemadministrator besser niemals sagt.

#1 „Du siehst gerade nicht besonders beschäftigt aus, könntest du kurz den Toner wechseln?“
Auch, wenn der Admin gerade nur teilnahmslos auf einen Bildschirm zu starren scheint, er hat vermutlich etwas zu tun. Er wühlt sich vielleicht gerade durch ellenlange Dokumentationen, um zu verhindern, dass der Firma so etwas passiert wie neulich dem Bundestag. Oder er hat in den Protokoll-Dateien des Servers einen Fehler entdeckt, noch lange bevor sich dieser für euch bemerkbar macht. Ihr denkt jetzt, dass ihr ihm wegen des Toners dann besser eine Mail schreibt? Lieber nicht. Immer, wenn ihr euch vorstellen könnt, ein Problem selbst in den Griff zu bekommen und ihr eigentlich nur zu bequem dazu seid, lasst ihr den Admin damit besser in Ruhe. Er wird es euch mit funktionierenden Systemen danken.

#2 „Irgendwie ist mein Rechner zu Hause etwas langsamer geworden, woran liegt das?“
Auch wenn der Admin euch vermutlich dabei helfen könnte, ist das nicht sein Job. Irgendwann hat jeder mal ein privates Computerproblem und wenn wir dann immer zur Stelle wären, kämen wir gar nicht mehr zum Arbeiten. Als Faustregel gilt: Würdet ihr ihm ohne zu zögern beim Umzug helfen, könnt ihr ihn fragen, ob er euch mit eurem Computer zur Hand geht. Wenn ihr ihn jetzt immer noch um Hilfe bitten wollt, beginnt aber keinesfalls mit der folgenden Phrase:

#3 „Du kennst Dich doch aus mit Computern…“
Natürlich kennt er sich damit aus! Mit Servern, mit Scripting, mit Software-Verteilung, mit IT-Sicherheit, Speichersystemen — you name it! Womit er sich aber sicher nicht auskennt, ist euer vier Jahre altes 300-Euro-Netbook mit einem Windows drauf, das nicht müde wird, darauf hinzuweisen, dass ihr möglicherweise Opfer einer Software-Fälschung geworden seid. Sollte der Admin euch damit wirklich helfen, würde er sich auf eine niemals enden wollende Verkettung von Problemen und Fehlern einlassen. Trotzdem wird er so etwas mindestens einmal pro Woche gefragt. Nehmt es ihm daher nicht übel, wenn er euch einen Korb gibt.

#4 „Aber ich habe gar nichts gemacht!“
Obwohl in diesem Satz in Bezug auf produktive Arbeit häufig mehr als nur ein Körnchen Wahrheit steckt: Ihr habt mit Sicherheit etwas mit dem Computer angestellt und es behebt euer Problem bestimmt nicht schneller, wenn ihr nur stückchenweise mit der Wahrheit herausrückt! Beschreibt einfach ganz genau, welche Programme geöffnet waren, als der Fehler auftrat — und, ganz wichtig: Versucht nicht, die Fehlermeldung vage aus dem Gedächtnis zu rezitieren, sondern erstellt einen Screenshot davon.

#5 „Echt, du arbeitest auch noch am Wochenende?“
Wir können uns das oft nicht aussuchen. Soll es nicht zu Ausfällen kommen, müssen Admins gerade dann arbeiten, wenn alle anderen ihr Feierabendbier genießen. Sind kritische Systeme betroffen, können diese oft nur nachts oder am Wochenende mit Patches versorgt werden, um euch die nervigen Fehlermeldungen, die von „geplanten Wartungsarbeiten“ berichten, zu ersparen.

#6 „Ich habe schon selbst versucht, den Fehler zu beheben.“
Vor diesem Satz haben alle Admins Angst. Einerseits begrüßen und unterstützen wir die Emanzipation unserer User in jeglicher Hinsicht, denn das bedeutet weniger Schwierigkeiten im Umgang mit Technologie und damit im Endeffekt auch weniger Kopfzerbrechen für uns. Wenn aber Dinge kaputt sind, die bis gestern noch wunderbar funktioniert haben, greift ihr besser nicht gleich zum Schraubendreher, sondern versucht lieber erst mal, euch ab- und wieder anzumelden oder probiert es mit einem Reboot. Denn Folgendes solltet ihr nie zugeben müssen, wenn ihr den Admin schon an der Strippe habt:

#7 „Ach so, nein, einen Neustart hatte ich noch nicht versucht.“
Prominenter als in „The IT Crowd“ kann der Neustart als Wundermittel gegen kleine Alltags-Problemchen kaum in Szene gesetzt werden. Trotzdem werde ich nicht müde, darauf hinzuweisen: Bevor ihr den Admin anruft, weil ihr euch beim Netzwerk-Share nicht anmelden könnt, stellt euch lieber einmal zuviel die Frage: Have you tried turning it off and on again?

#8 „Mein Neffe kennt sich gut mit Computern aus, vielleicht sollten wir den mal fragen.“
Der Admin sitzt nun schon länger als fünf Minuten an eurem Problem, ihr habt diese Deadline, aber könnt jetzt wirklich nicht mehr länger abwarten? Bleibt ruhig und erwähnt besser keine technikbegabten Verwandten. Denn habt ihr einmal diesen Pfad beschritten, gibt es nur noch zwei mögliche Alternativen: Entweder, der Admin wird sauer, weil ihr seine Kompetenz anzweifelt oder er sagt nur: „Klar, warum nicht, ich komme dann nächste Woche wieder und freue mich auf die Lösung!“ Wollt ihr das wirklich? Schlimmer als der Verweis auf das kleine Computergenie in der Verwandtschaft ist nur eines:

#9 „Kann ich das Admin-Passwort haben?“
Nein.

Und falls der Admin euch daraufhin einmal nach eurem eigenen Passwort fragen sollte, antwortet ihm auf keinen Fall mit:

#10 „Mein Passwort lautet…“
Denn: Vorsicht! Das ist eine Falle! Möchte er euer Passwort wissen, will er euch mit Sicherheit aufs Glatteis führen. Besteht immer darauf, es selbst einzugeben und achtet darauf, dass er bei der Eingabe wegschaut. Niemand, der euch Gutes will, möchte euer Passwort erfahren. Niemals und nirgends. Und falls das doch einmal passiert, solltet ihr es dringend ändern.

Rutscht euch trotz dieser absolut nicht auf Vollständigkeit bedachten Liste mal ein solcher oder ähnlicher Satz raus, hilft nur noch Bestechung: Zur Verbesserung der Admin-Laune eignen sich fast immer guter Kaffee, Mate-Limo und Schokolade. Und niemals — wirklich niemals! — dürft ihr den System Administrator Appreciation Day vergessen.

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OpenMediaVault veröffentlicht Version 2.1

OpenMediaVault, eine auf Debian basierende Distribution für Netzwerk-Speicher (NAS), ist in der Version 2.1 freigegeben worden. Die neue Version nutzt unter anderem das ExtJS 5.1.1-Framework für die Weboberfläche und beinhaltet ein neues Dashboard samt Widgets.

OpenMediaVault ist eine freie Distribution für Netzwerk-Speicher (NAS). Das Projekt entstand Ende 2009, als Volker Theile der einzige verbliebene aktive Entwickler bei FreeNAS war. Er begann mit Plänen einer Neuimplementierung von FreeNAS durch einen Wechsel auf Debian als Basis, da er in der Distribution größeres Potenzial sah. Er einigte sich dabei mit dem Originalentwickler von FreeNAS, die neue Version unter anderem Namen zu starten. Drei Jahre und einige Testversionen später erreichte die Distribution im letzten Jahr die Version 1.0. OpenMediaVault 1.0 »Kralizec« beruhte auf Debian 7 »Wheezy« und bot viele Funktionen – einschließlich einer umfangreichen Administrationsoberfläche, die mit PHP und ExtJS entwickelt wurde. Der Webserver nginx sorgt für die Auslieferung der Oberfläche.

Wie der Autor des Projektes nun bekannt gab, steht nun Version 2.1 bereit. Die neue Version setzt auf dem Sencha ExtJS 5.1.1-Framework auf und fügt dem System ein neues Dashboard samt Widgets hinzu. Das interne Netzwerkschnittstellen-Backend wurde weiter verbessert und der Distribution eine WPA- und WPA2-WiFi-Unterstützung hinzugefügt. Neu in OpenMediaVault 2.1 »Stone burner« ist auch die Unterstützung für VLAN und eine Option, um die systemweite Sammlung von Performance-Daten abzuschalten. Zudem wird ab sofort das lokale Browser-Storage für WebGUI-Einstellungen genutzt.

Eine ausführliche Liste aller Änderungen von OpenMediaVault 2.1 liefert das Changelog der neuen Version. Die Distribution kann ab sofort von der Seite des Projektes in Form von ISO-Dateien für die unterstützten Architekturen x86 und x86_64 heruntergeladen werden. Weitere Informationen finden Interessenten entweder in dem Update-Guide oder auf der Seite des Projektes.

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Umstellung der Kommentare

Kurz für alle zur Info:

Ich habe die Kommentarfunktion umgestellt auf Disqus. Das ermöglicht allen, die ein Disqus Account haben problemloses schreiben von Kommentaren ohne, dass man immer seine Daten mit angeben muss.
Das Problem dabei: Die bisherigen Kommentare werden nicht mehr angezeigt. Ich hatte mal durchgeschaut, es sollten keine offenen Fragen verschwunden sein.
Sollte trotzdem jemand etwas vermissen meldet euch einfach in diesem Beitrag.

GitHub veröffentlicht Atom 1.0: Das sind die Neuerungen

GitHub hat Version 1.0 ihres Open-Source-Editors Atom veröffentlicht. Wir verraten euch, wie sich der Editor seit der ersten Beta-Version gemacht hat.

 Atom 1.0: GitHub veröffentlicht das erste Major Release des Open-Source-Editors. (Grafik: GitHub)
Atom 1.0: GitHub veröffentlicht das erste Major Release des Open-Source-Editors. (Grafik: GitHub)

GitHub veröffentlicht Atom 1.0

Der Atom-Editor startete ursprünglich 2008 als ein Nebenprojekt des GitHub-Gründers Chris Wanstrath. Die Entwicklung stellt er jedoch recht schnell wieder ein, da er sich um das neugegründete GitHub kümmern musste. Erst 2011 wurde aus Atom ein offizielles Projekt des Unternehmens und im Februar 2014 wurde die erste öffentliche Beta-Version veröffentlicht. Jetzt hat der Open-Source-Editor Version 1.0 erreicht.

Seit der ersten Beta-Version hat sich einiges getan. So ist Atom heute deutlich schneller und stabiler. An der Grundidee hat sich jedoch nichts verändert: Atom soll ein Text-Editor für Entwickler sein, der auf gängigen Web-Technologien basiert und sich leicht an jeden erdenklichen Workflow und persönliche Vorlieben anpassen lässt. Über die sogenannten Atom-Packages können Entwickler unterschiedliche Funktionen nachrüsten. Ganze 2.103 solcher Packages und 667 Themes wurden bereits für den Editor entwickelt.

Atom 1.0: Die Neuerungen beim GitHub-Editor

Für Atom 1.0 wurde unter anderem die API stabilisiert. Außerdem wurden Funktionen zur Unterstützung von ECMAScript 2015 integriert und Dienste zur Kommunikation zwischen Paketen eingebaut. Darüber hinaus wurden einige Core-Pakete durch Favoriten der Community ersetzt. Um Entwicklern den Einstieg zu erleichtern, gibt es jetzt auch eine API-Dokumentation und einBenutzerhandbuch .

In Zukunft will GitHub aber noch viel weiter gehen. Kommende Versionen sollen beispielsweise eine noch tiefere Git-Integration mitbringen. Außerdem will das Unternehmen der Frage nachgehen, was „social coding“, also das Motto von GitHub, im Bezug auf einen Text-Editor bedeuten könnte. Wir dürfen also gespannt sein, wohin die Reise noch geht. Atom 1.0 könnt ihr für Windows, OS X und Linux bei GitHub herunterladen. Unterhalb des Artikels findet ihr außerdem ein kurzes Video von GitHub, in dem ihr erklärt bekommt, wie ihr den Atom-Editor einrichtet.

Kubuntu: Jonathan Riddell tritt nach Streit zurück

Der führende Kubuntu-Entwickler hat seinen Sitz im Kubuntu Council aufgegeben und kommt so der Forderung des Ubuntu Community Councils und nicht zuletzt Mark Shuttleworths nach. Vorausgegangen war ein wochenlanger Führungsstreit.

In einer knappen Mitteilung gibt das Ubuntu Community Council (UCC) bekannt, dass der führende Kubuntu-Entwickler Johnathan Riddell seinen Sitz im Kubuntu Council freigibt. Die Entscheidung sei nach einem Treffen zwischen dem UCC, dem Kubuntu Council sowie Mark Shuttleworth und Riddell selbst gefallen. Riddell kommt so der Forderung des UCC und Shuttleworths nach. Im Gegenzug wurde ein Posting bei fridge.ubuntu.com gelöscht, in dem das UCC nochmals detailliert die Gründe für Riddells Demission darlegt. Der Schritt beendet zunächst einen wochenlangen Streit.

Ob Riddell bei der Kubuntu Community bleibt und welche Rolle er dort weiter spielen soll, ist nicht bekannt und geht auch nicht aus der Mitteilung hervor. Man wolle die Arbeit an Kubuntu weiter fortsetzen – in beidseitigem Einvernehmen. Dennoch sollen Konsequenzen aus der Art und Weise gezogen werden, wie der Streit zwischen Riddell und den beiden Communitys ausgetragen wurde, heißt es dort weiter.

Interne E-Mails veröffentlicht

Vor etwa vier Wochen wurde bekannt, dass der Community-Beirat von Ubuntu dem Kubuntu-Führungsgremium (KC) bekanntgegeben hatte, nicht mehr mit Jonathan Riddell zusammenarbeiten zu wollen. Er wurde außerdem aufgefordert, für mindestens zwölf Monate von all seinen Ämtern zurückzutreten – eine Entscheidung, die auch von Mark Shuttleworth gebilligt worden ist. Begründet wurde der Ausschluss mit der als sehr schwierig betrachteten Zusammenarbeit mit dem wohl führenden Kubuntu-Projektmitglied.

Die E-Mails über die zunächst nur intern geführte Diskussion hatte Scott Kitterman im Namen des Kubuntu-Beirats veröffentlicht. Kitterman hatte kritisiert, dass die Entscheidung, Riddell zum Rücktritt zu bewegen, zuvor nicht mit dem Kubuntu Council diskutiert wurde, sondern die alleinige Entscheidung des UCC und Shuttleworths war. Kitterman hat inzwischen das Entwicklerteam bei Ubuntu verlassen.

Schwierige Zusammenarbeit

Riddell ist seit langem als streitbar bekannt. Ihm wird unter anderem aggressives und streitlustiges Verhalten vorgeworfen und damit die Verletzung der Verhaltensregeln (Code of Conduct) der Ubuntu-Community. Außerdem wird ihm vorgeworfen, er habe trotz mehrfacher Bitten sein Verhalten nicht gemäßigt, private Kommunikation veröffentlicht, einzelne Community-Mitglieder falsch dargestellt, sich gegenüber dem Ubuntu-Beirat nicht respektvoll verhalten und seine Führungsrolle missbraucht, um die Community zu spalten.

Auslöser für die immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen zwischen Riddell und dem Ubuntu-Beirat sind die aus Sicht des Entwicklers unzureichenden Antworten des Gremiums auf zwei seit Jahren vorgebrachte Probleme. So sammelte Canonical auf der Webseite von Ubuntu Spenden, die auch der Unterstützung der Ubuntu-Derivate dienen sollten. Riddell möchte wissen, wie genau dieses Geld verteilt worden ist. Eine detaillierte Antwort dazu könne aber nur Canonical selbst geben.

Die Vorwürfe gegen Riddell wurden nach Kittermans Veröffentlichung interner E-Mails in einem Posting des UCC auf der Fridge-Mailingliste nochmals erörtert. Das wiederum stieß bei dem Kubuntu Council auf Kritik. Nachdem Riddell seinem Rückzug zugestimmt hat, wurde auch das Posting bei Fridge entfernt.

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Ubuntu 15.10 Alpha 1

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Hat wer Alpha gesagt? Ja. Da ist sie. Ubuntu 15.10 Alpha 1. Und freut ihr euch schon? In letzter Zeit geht es mir fast ein wenig zu schnell. Man kommt mit dem Release-Cycle schon fast nicht mehr hinter her. Kaum wurde eine Distribution veröffentlicht, fängt auch schon die nächste Alpha an und ich komme aus dem testen gar nicht mehr raus. Dazu kommen dann natürlich noch die Derivate, welche diesmal auch direkt mit ziehen:

Ubuntu MATE

Bietet neben den üblichen Neuerungen ein Update des Designs, eine neue Version des MATE Tweak tools und die Integration des TLP tools (eine im Hintergrund laufende Anwendung zur Verbesserung der Batterielaufzeit)

http://cdimage.ubuntu.com/ubuntu-mate/releases/wily/alpha-1/

Kubuntu

Plasma 5.3 und weitere angepasste Anwendungen aus 15.04

http://cdimage.ubuntu.com/kubuntu/releases/wily/alpha-1/

Lubuntu

Fehlerbehebungen und man arbeitet weiter an dem neuen LxQt Desktop

http://cdimage.ubuntu.com/lubuntu/releases/wily/alpha-1/

Wem eine Alpha noch zu früh zum testen ist, der muss sich noch bis zum 27.08.15 gedulden. Da soll dann die Beta 1 erscheinen, welche ein weniger stabiler sein sollte als die Alpha 1 hier. Das offizielle Release ist auf den 22. Oktober angesetzt. Mal schauen ob es auch bei diesem Termin bleibt.

Opensuse auf Identitätssuche

Opensuse ist in den letzten Jahren in eine undankbare Position gerutscht, in der die Anwender, die aktuellste Software bevorzugen genauso verprellt werden, wie diejenigen, die sich eine längere Unterstützung wünschen würden.

Bereits seit 2010 ist Opensuse auf der Suche nach einer neuen Ausrichtung, die dem Projekt mehr Anwender bringen soll. Die meisten Ansätze verliefen im Sand, weil die Community dabei außen vor gelassen wurde und die Ansätze zu theoretisch gerieten, wie Community-Manager Jos Poortvliet zugeben musste. Im Jahr 2014 wurden in einem erneuten Ansatz die beiden Entwicklerprojekte Tumbleweed und Factory zusammengelegt zu einer Rolling-Release-Distribution, die neue Anwenderschichten erschließen sollte und so stärker in den Fokus der Anwender gerückt wurde als bisher. Das gelang auch, allerdings wanderten auch viele Opensuse-Stammanwender, Community-Mitglieder und Entwickler zu Tumbleweed ab, wie Opensuse-Vorstandsmitglied Richard Brown in einer Diskussion im Mai feststellte.
Quo vadis Opensuse? (Foto: COSCUP / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

 

Die Veröffentlichung von Opensuse 13.02, das im Sommer 2014 erscheinen sollte, wurde auf November verschoben, um dringend nötige Anpassungen an der Infrastruktur vorzunehmen, die aufgrund der Neugewichtung von Tumbleweed und Factory und der stark gestiegenen Paketzahl in den vorangegangenen Jahren nötig wurden. Im April hatte dann Konzernmutter Suse erklärt, künftig einen Großteil der Quellen für Suse Linux Enterprise (SLE) künftig auch in den Opensuse-Build-Service (OSB) eingespeist und Aktualisierungen von SLE dorthin zurückportiert werden sollen.

Opensuse: Wo geht die Reise hin

Releasemanager Stephan Kulow sah dies als einen Fingerzeig an, , Opensuse auf eine neue Basis zu stellen. Dazu sollen die rund 1.000 Basis-Pakete von SLE mit weiteren Paketen aus der Codebasis Factory ergänzt werden, um auf den derzeitigen Stand von rund 6.000 Paketen zu kommen. Laut Kulow wäre ein günstiger Zeitpunkt für die Umstellung die Veröffentlichung von SP1 für SLE 12, die für Ende des Jahres geplant ist. Derzeitiger Arbeitstitel ist Opensuse 42. In einem YouTube-Video vom Mai erläutert Brown in einem Vortrag auf der Opensuse-Konferenz die diesbezüglichen Zukunftspläne. Im Ergebnis soll Tumbleweed als Rolling-Release von Opensuse auf der stabilen Basis von SLE ergänzt werden und Nutzer anziehen, die eine etwas längere Unterstützung zu schätzen wissen ohne auf aktuelle Software verzichten zu müssen.

Auch Fedora hat zwischen den Versionen 21 und 22 eine Neuorientierung vorgenommen und auf die zunehmende Verbreitung von Cloud-Computing und Containerisierung reagiert und die Distribution in die drei Fraktionen Workstation, Server und Cloud aufgeteilt.

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Dota 2 Reborn: Beta für Linux veröffentlicht

Eine Woche nach der initialen Vorstellung steht die erste Betaversion von »Dota 2 Reborn« auch Linux-Spielern zum Bezug bereit. Spieler, die »Dota 2 Reborn« ausprobieren wollen, müssen dazu das kostenlose DLC in Steam aktivieren.

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Dota 2 ist ein von Valve entwickeltes Action-RTS-Computerspiel und Nachfolger der beliebten Modifikation »Defense of the Ancients« (DotA) für Warcraft 3. Das Spiel wurde im Sommer 2013 veröffentlicht und ist auch fast zwei Jahre nach der initialen Vorstellung mit zeitweilig fast einer Million Spielern das am meisten gespielte Spiel auf Steam. Wie schon bei seinem Vorgänger steuert der Spieler auch bei Dota 2 einen Helden aus der Vogelperspektive und kämpft mit anderen Spielern gegen menschliche Gegner oder computergesteuerte Kreaturen.

Mit »Dota 2 Reborn« hat Valve nun eine verbesserte Version des Spiels angekündigt, die zudem als erstes Spiel mit Valves Source-2-Engine lauffähig sein wird. Die überarbeitete Engine steigert die Geschwindigkeit vor allem bei schwachen CPUs und soll die Grafik-, Audio- und Physik des Spiels massiv aufwerten. Die Engine ist zudem laut Valve stark auf Multithreading ausgelegt, so dass sie besser mit mehreren CPU-Kernen klarkommt. Unter Windows wird zudem die aktuelle D3D11- statt der veralteten D3D9-Grafikschnittstelle genutzt. Aktuell nutzt Dota 2 Reborn allerdings nur wenige der neuen Funktionen, die Source 2 ermöglicht.

Nachdem die verbesserte Version von Dota 2 vor einer Woche in der ersten Betaversion für Windows vorgestellt wurde, war unter den Linux-Spielern die Enttäuschung groß. Es war allerdings auch klar, dass Valve seiner Strategie treu bleiben und das Spiel auch für SteamOS und damit auch Linux bringen würde.

Wie diverse Spieler nun berichten, ist das Spiel nun auch für Linux verfügbar. Damit dürfen sich auch Spieler unter dem freien Betriebssystem auf optische Verbesserungen, Custom Games, neue Inhalte und zahlreiche Neuerungen freuen, die mit Reborn in das Spiel gebracht werden. Spieler, die »Dota 2 Reborn« in der Betaversion ausprobieren wollen, müssen dazu das DLC im Steam aktivieren. Das Spiel wird dann automatisch heruntergeladen und installiert. Das kostenlose Spiel wird exklusiv auf der Steam-Plattform vertrieben.

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Meizu MX4 Ubuntu Phone

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Ab heute ist das Meizu MX4 Ubuntu Phone in Europa verfügbar. Wer sich jetzt denkt: Gleich mal bestellen, der hat sich leider zu früh gefreut. Man muss zuerst an einer Art Gewinnspiel teilnehmen um einen oAktionscode zu erhalten, mit dem man dann das Smartphone bestellen darf. Um an einen dieser Codes zu kommen, muss man an einer riesigen Origamiwand einzelne Felder anklicken und hoffen, dass ein Code darunter versteckt ist. Das doofe: Man hat pro Tag nur 3 Versuche….. So wie es aussieht wird dies allerdings nicht an die IP geknüpft und in einer DB gespeichert, sondern per Cookie auf dem Rechner. Also Inkognito Funktion des Browsers verwenden und los geht die Suche. Allerdings müsst ihr den Browser nach den 3 Versuchen neu starten, damit das Cookie gelöscht wird. Immer noch komfortabler als einen Tag zu warten.

Ich hab das ganze vorhin mal eine viertel Stunde probiert, dann war es mir zu doof. Kein Glück. Generell bin ich nicht so der Freund solcher Marketing-Aktionen. Aber das scheint ja in Mode gekommen zu sein, OnePlus hat es vorgemacht, der Rest zieht mit.

Solltet ihr euer Glück versuchen wollen, könnt ihr dies unter folgendem Link: http://www.meizu.com/en/ubuntu/index.html

Wer Erfolg hatte kann gerne mal in den Kommentaren davon berichten.

Proxmox VE 4.0 als Beta verfügbar

proxmox

Proxmox hat bei mir mittlerweile vollkommen VMware und Xen verdrängt. Durch die Weboberfläche erhält man einfach mehr Möglichkeiten. Zwar bietet die Konkurrenz auch Weboberflächen an, allerdings erst in einem ganz anderen preislichen Spektrum. Bei Proxmox bekommt man für ca. 59€ einen vollwertigen VM Server, welcher sich auch noch super verwalten lässt.

Nun ist Proxmox VE 4.0 als Beta verfügbar und bringt einige spannende Neuerungen mit sich:

Hauptneuerung ist der Proxmox VE HA Manager (pve-ha-manager), ein Ressource-Manager für Hochverfügbarkeits-Cluster. Der vom Proxmox-Team selbst entwickelte pve-ha-manager ersetzt den bisherigen rgmanager. Der HA-Manager überwacht alle virtuellen Maschinen und Container im Cluster und tritt automatisch in Aktion sobald eine der Ressourcen ausfällt. Das neue Watchdog-Fencing vereinfacht zudem die Konfiguration eines Clusters enorm. Das komplette HA-Setup kann via Web-Interface konfiguriert werden.

Die Beta-Version bringt auch einen Proxmox HA Simulator, der es dem User erlaubt alle Funktionen der Proxmox VE HA-Lösung vorab zu lernen und zu testen.

Proxmox VE 4.0 wird nativen Support für Linux Containers (LXC) unterstützen. LXC wird komplett in das bestehende Proxmox VE-Framework integriert und erlaubt auch die Nutzung der bereits vorhandenen Storage-Plugins. Grosser Vorteil von LXC ist die Integration im aktuellen Linux-Kernel.

In der ersten Beta von Proxmox VE 4.0 sind bereits die verfügbaren stabilen DRBD9-Pakete integriert. DRBD9 ist eine Lösung für hoch performante Workloads, insbesondere wenn hohe IOPS (Input/Output operations Per Second) erforderlich sind.

Mit dem Beta-Release von Proxmox VE 4.0 soll einer breiten Nutzerbasis die Möglichkeit gegeben werden die nächste Hauptversion von Proxmox VE zu testen und zu evaluieren.

Proxmox VE 4.0 beta1 ist auf der Proxmox-Webseite als Download verfügbar: http://www.proxmox.com/downloads.

Offizielle Ankündigung im Forum: http://forum.proxmox.com/threads/22532-Proxmox-VE-4-0-beta1-released!

 

Die Ankündigung findet ihr unter folgendem Link: http://www.proxmox.com/de/news/press-releases/proxmox-ve-4-0-beta1

Vorratsdatenspeicherung: Warum sie uns nicht nur die Freiheit, sondern auch die Sicherheit kostet

Die Vorratsdatenspeicherung trägt ein gigantisches Missbrauchspotenzial in sich und die Folgen sind kaum abzuschätzen, insofern undemokratischere Zeiten aufkommen. Unser Autor Andreas Weck fragt in seiner Aufgeweckt-Kolumne: Können wir wirklich garantieren, dass wir immer in einer freiheitlichen Grundordnung leben werden?

Der US-amerikanische Science-Fiction-Schriftsteller Robert A. Heinlein schrieb 1973 in seiner Novelle „Time Enough For Love“ einen Satz, der so universell anwendbar ist, dass er für die führenden Politiker auf der Welt oberstes Gebot sein sollte: „Eine Generation, die die Geschichte ignoriert, hat keine Vergangenheit – und keine Zukunft.“ Aus den Fehlern vergangener Tage lernen und Entscheidungen treffen, die das Wohlergehen künftiger Jahrgänge garantiert, darum muss es gehen. Doch der Mensch ist vergesslich.

Wenn die Geschichte uns eines gezeigt hat, dann, dass sie sich viel zu oft wiederholt. Viel zu oft begehen wir die selben Fehler erneut, weil wir glauben, dass wir die Probleme der Vergangenheit mit unserem Intellekt ergründet und die Erkenntnisse bei neuen Entscheidungen berücksichtigt haben – so etwas wie damals, wird es nicht mehr geben. Doch das ist ein Trugschluss, denn der Intellekt allein kann die Moral nicht ersetzen – sie dürfte einen größeren Einfluss auf die Entwicklung der Geschichte und den Fortschritt einer Gesellschaft haben.

Ist es moralisch vertretbar, die alltäglichen Schritte aller Bürger zu speichern?

Justizminister Heiko Maas hat einen neuen Gesetzesvorschlag zur Vorratsdatenspeicherung ausgearbeitet. (Foto: spd-saar.de)

Justizminister Heiko Maas hat einen neuen Gesetzesvorschlag zur Vorratsdatenspeicherung ausgearbeitet. (Foto: spd-saar.de)

Eine Frage der Moral findet sich dieser Tage auch in der Einführung der Vorratsdatenspeicherung. Auch wenn ein versierter Verstand, wie der des Justizministers Heiko Maas, ein angeblich verfassungskonformes Überwachungsgesetz entwickelt haben will, ergibt sich dennoch die Frage, ob eben dieses Gesetz auch moralisch unbedenklich ist – trotz der Sicherheitsmechanismen, die einen Missbrauch einzudämmen versuchen. Die Frage darf eigentlich nicht sein, wie eine Regierung die Gesellschaft überwachen kann, ohne das Grundgesetz zu verletzen. Die Frage muss sein, ob es moralisch gesehen überhaupt richtig ist, alle Bürger anlasslos zu überwachen, um unter ihnen einzelne Kriminelle ausfindig zu machen.

„Die Vorrats-datenspeicherung ist eine Frage der Moral!“

In Deutschland gibt es einige Beispiele, die sehr drastisch gezeigt haben, dass viele Überwachungsmethoden – die entlang von Recht und Gesetz erlassen wurden – früher oder später zu Problemen führten. Diese Tradition lässt sich ohne große Mühe sogar bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Schon im Kaiserreich wurden beispielsweise Listen und Karteien über tatsächliche und angebliche Homosexuelle von deutschen Behörden geführt . Wissenschaft und Technik wurden hinzugezogen, um die Informationen noch aussagekräftiger zu machen. So waren neben Namen und Anschriften auch Fotografien enthalten.

Das war damals in Ordnung. Der Paragraf 175 verbot männliche Homosexualität (weibliche übrigens nicht) und eine Sammlung dieser Daten konnte unter dem Aspekt einer schnellen Verbrechensaufklärung gerechtfertigt werden. Die Identität von Homosexuellen wurde bei einer begangenen Straftat schnell ermittelt. Dass diese Datenbestände jedoch einige Jahre später – unter Führung der Nationalsozialisten – zu einer massiven Verfolgung der Menschen führte, gilt heute als trauriges Paradebeispiel dafür, dass derart sensible Informationen gar nicht erst gespeichert werden und abrufbar sein sollten.

Die Vorratsdatenspeicherung trägt ein gigantisches Missbrauchspotential in sich!

Kritik an der Vorratsdatenspeicherung vor dem Reichstag: Sie schneidet alles mit – auch was für eine Strafverfolgung irrelevant ist. (Bild: Wikipedia-Nicor / CC BY 2.0)
Kritik an der Vorratsdatenspeicherung vor dem Reichstag: Sie schneidet alles mit – auch was für eine Strafverfolgung irrelevant ist. (Bild: Wikipedia-Nicor / CC BY 2.0 )

Auch eine moderne Vorratsdatenspeicherung nach den Maßstäben eines Heiko Maas kann solche Rückschlüsse nicht vermeiden. Denn schon anhand der gespeicherten Metadaten können etliche Hinweise geliefert werden, die über ausdrücklich Privates informieren. So kann man anhand von gespeicherten Standortdaten ziemlich genau herausfinden, in welchen Etablissements sich ein Bürger aufhält. Das tut nichts zur Sache, werden Befürworter jetzt sagen, denn Homosexualität ist heute nicht mehr strafbar – glücklicherweise.

Und ja, tatsächlich muss niemand befürchten, dass die jetzige Regierung eine Verfolgung mit Hilfe der Vorratsdatenspeicherung einleiten wird. Dennoch ist kritisch zu hinterfragen, ob diese Wertevorstellungen und Rechtsgrundlagen auch noch in Zukunft garantiert werden können – oder ob es nicht ebenso möglich ist, dass eine andere Regierung sich in undemokratischeren Zeiten für eine wesentlich weniger freiheitliche Gesetzgebung entscheiden wird. Ich sage, dass das mit Sicherheit nicht garantiert werden kann – und dass wir die moralische Pflicht haben, eine Sammlung derartiger Daten für unzulässig zu erklären.

„Die VDS öffnet Tür und Tor, um künftige Verbrechen an den eigenen Bürgern zu ermöglichen!“

Dass die Vorratsdatenspeicherung dabei hilft, die ein oder andere Straftat nachträglich schneller aufzuklären, davon kann man ausgehen. Verhindern wird die VDS sie allerdings nicht. Dass das Gesetz aber auch Tür und Tor öffnet, um künftige Verbrechen an den eigenen Bürgern zu ermöglichen, kann im selben Atemzug überhaupt nicht ausgeschlossen werden.

Genauso wenig können wir ausschließen, dass wir immer in einer Welt mit offener Grundordnung leben dürfen. Allein ein Blick in die Kommentarspalten mancher Onlineauftritte lässt vermuten, welch schlimmes Gedankengut unter der Oberfläche unserer Gesellschaft brodelt. Es bleibt zu hoffen, dass es nie eine politische Renaissance erleben wird – auch und gerade in Anbetracht der unheilvollen Vorratsdatenspeicherung, die gerade von hochrangigen Politikern wie Angela Merkel, Sigmar Gabriel, Heiko Maas und Thomas de Maizière vorbereitet wird.

Mit ein wenig Gespür für die Fehler unserer Vergangenheit, dürfte es eigentlich keine zwei Meinungen darüber geben, ob die Vorratsdatenspeicherung gefährlich ist und ein gigantisches Missbrauchspotential in sich trägt. In den falschen Händen könnte sie zukünftig vielen Menschen nicht nur ihre Freiheit, sondern auch ihre Sicherheit kosten.

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Google plant den großen Lauschangriff

Und wir machen uns Gedanken um die Vorratsdatenspeicherung…..

Wie ich gerade lesen musste beinhaltet das neuste Google Chrome Update eine Funktion, welche bei dem ein oder anderen (oder allen) Nutzer(n) für Verwirrung sorgen dürfte. Verwirrung in dem Sinne von: Gehts noch! Chrome lauscht jetzt auf sogenannte Keywords, welche den Start einer Sprachsuche auslösen sollen. Also in etwa bzw. genau wie das „OK Google“ das man bereits von seinem Android Smartphone kennt.

Der Unterschied zu eurem Smartphone ist allerdings, dass Google die gesamten Daten an ihre Server weiterleitet um das Sprachkommando auszuwerten. Somit wird jeder Chrome Browser zu einer Art Abhörstation. Ich denke mal nicht, dass die Gespräche wirklich ausgewertet werden, da dies ja schon fast an Firmenspionage heran kommen würde, wenn man mal bedenkt in wie vielen Firmen der Chrome Browser im Einsatz ist, dennoch hinterlässt das ganze schon einen sehr fragwürdigen Eindruck. Die Frage ist hier: Bug oder Feature?

chrome-voicesearch

Ob die Sprachsuche bei euch aktiv ist, könnt ihr über den Aufruf der Url chrome://voicesearch prüfen. Unter den chrome://settings muss die Option für die Sprachsuche gesetzt sein, sonst ist das ganze laut Google nicht aktiv. Hier mal der Auszug. Sollte man mal gelesen haben:

I think there are a number of separate issues here so I'll address each one.

* 1. Hotword activates / records audio without asking for user permission.

First and foremost, while we do download the hotword module on startup, we *do not* activate it unless you opt in to hotwording. If you go into "chrome://settings", you will see a checkbox "Enable "Ok Google" to start a voice search". This should be unchecked by default, and if you do not check it, the hotword module will not be started.

You don't have to take my word for it. Starting and stopping the hotword module is controlled by some open source code in Chromium itself [3], so while you cannot see the code inside the module, you can trust that it is not actually going to run unless you opt in.

* 2. Downloading a binary blob into an open source application.

The significance of this depends on whether you're running Google Chrome (the official distribution) or Chromium. Now, you've reported in your "steps to reproduce" using Chrome on Mac.

If we're talking about Chrome: Google Chrome (as opposed to Chromium) is not open source. It contains various bits of proprietary binary code, and always has. Therefore, whether it downloads the hotword module from the web store, or includes it in the distribution, is irrelevant from a trust standpoint. From our standpoint, the fact that the hotword module is a separate extension (rather than built in to the browser) is an implementation detail.

Since a lot of the discussion is centered around Chromium on Linux, I want to address the concern that Chromium is entirely open source and yet it downloads a proprietary module. The key here is that Chromium is not a Google product (we do not directly distribute it, or make any guarantees with respect to compliance with various open source policies). Our primary focus is getting code ready for Google Chrome. If a third party (such as Debian) destributes it, it is their responsibility to enforce their own policy. And I see that they have now done that (as of 43.0.2357.81-1) by disabling the hotword module. We have also made changes from Chromium 45 onwards to make it easier for third party distributors to disable hotwording (see  Issue 491435 ).

Another key point is that the binary blob is not a native executable or library. It is a NaCl module, and therefore subject to the full sandbox of the NaCl platform. The hotword module has the same privileges as any website (except that it automatically has access to the microphone).

* 3. Not showing the extension in the extension list.

We call extensions that are built into or automatically downloaded by Chrome "component extensions" and we do not show them in the extension list by design. This is because as I was saying above, we consider component extensions to be part of the basic Chrome experience (it is an implementation detail that they are separate extensions). The chrome://extensions UI is a place for users to manage the extensions that they have installed themselves; it would be confusing if that list was pre-populated with bits and pieces that are a core part of the browser.

I hope this explanation is satisfactory. I am closing this as WontFix because it is already an opt-in feature, and Debian has already removed the component in their distribution of Chromium [2].

Cryengine unterstützt offiziell Linux und OpenGL

Wie angekündigt, enthält die Cryengine nun eine komplette OpenGL-Implementierung und unterstützt offiziell Linux. Zudem können nun auch Spiele für das Oculus Rift erstellt werden, was Crytek bereits auf der E3 präsentierte

Die aktuelle Version 3.8.1 der Cryengine enthält nun eine voll funktionsfähige OpenGL-Implementierung zum Rendern von Inhalten. Damit wird auch Linux offiziell als Plattform für Spiele von Crytek unterstützt. Pläne dazu hatte das Unternehmen erstmals vor etwas mehr als einem Jahr bekanntgegeben. Seit Mitte des Jahres schließlich bereitet Crytek das nun erschienene Update vor.

Zurzeit können Spiele damit zwar neben Windows auch für Linux veröffentlicht werden, der Sandbox-Editor steht aber weiterhin nur für das proprietäre Betriebssystem bereit. Entwickler können ihre Spiele somit noch nicht direkt unter Linux erstellen und sind weiter auf das Betriebssystem von Microsoft angewiesen.

Zusätzliche Lizenzkosten ergeben sich für die Spielehersteller aus den Ports aber nicht. Crytek hat die Gültigkeit bisheriger Lizenzvereinbarungen einfach auf Linux-Systeme erweitert, die anderen Bedingungen bleiben gleich. Das könnte dazu führen, dass einige Spiele auf Linux portiert werden, sofern sich die Mehrkosten für die Programmierung lohnen.

Virtual-Reality-Spiele mit Cryengine umsetzbar

In der vergangenen Woche stellte Crytek mit Robinson: The Journey eine Eigenproduktion vor, die das erste Virtual-Reality-Spiel des Unternehmens ist. Als Plattform wird dafür das Oculus Rift verwendet. Mit der nun verfügbaren Version der Cryengine können sich alle Lizenznehmer der Cryengine ebenfalls an einem VR-Titel versuchen.

Derzeit arbeite das Team aber noch daran, so schnell wie möglich weitere Einzelheiten der VR-Funktion zu verbessern. Mit Hilfe einer Demo sollen sich Entwickler mit der Implementierung vertraut machen können. Details dazu bieten die Release Notes.

cryengine

Quelle