2,5 Stunden für das Update der kompletten IT-Infrastruktur: Wie Ikea seine Server fit gegen Shellshock gemacht hat

Ikea hat Einblicke in seine IT-Infrastruktur gegeben. In 2,5 Stunden soll das Shellshock-Update auf allen Servern eingespielt gewesen sein.

2,5 Stunden für das Update der kompletten IT-Infrastruktur: Wie Ikea seine Server fit gegen Shellshock gemacht hat

(Foto: kaktuslampan / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Im Herbst letzten Jahres trieb die Sicherheitslücke Shellshock ihr Unwesen. Der Bug in Bash sorgte dafür, dass potenziell schadhafter Code unter Linux, Unix und OS X ausgeführt werden konnte. Auf einer Konferenz hat ein IT-Manager von Ikea jetzt Einblicke gewährt, wie Ikea seine Server den Updates unterzogen hat.IT-Infrastruktur: Ikea brauchte nur 2,5 Stunden zum Update aller Server

(Grafik: Instacode)Die Sicherheitslücke namens Shellshock wurde im letzten Herbst bekannt. Ikea hat seine Server innerhalb von 2,5 Stunden geupdated. (Grafik: Instacode)

In einer unterhaltsamen Session auf der Red-Hat-Summit in Boston hat Magnus Glantz aus der IT von Ikea angegeben, dass der Konzern mehr als 3.500 Server habe, die mit Red Hat Enterprise Linux betrieben werden. Natürlich brauchten diese nach dem bekannt werden von Shellshock ein Update. Auf der Bühne zeigte Glantz einen einzeiligen Shell-Command, mit dem das Update für die gesamte Infrastruktur erledigt wäre und spaßte, dass damit sein Vortrag zu Ende wäre.

In Wirklichkeit hätte das Update nur etwa 2,5 Stunden gebraucht, inklusive vorheriger Tests. Möglich wäre das durch das Server-Management-System, das Ikea betreibt. Das stelle unter anderem Informationen zu den verschiedenen Hardware-Komponenten sowie der installierten Software zur Verfügung. Außerdem gäbe es einen Plan für die nächsten sieben Jahre, wie Ikea Linux in der Zukunft nutzen wird. Durch das Application-Binary-Interface von Red Hat Enterprise Linux wäre ein Update ohne große Komplikationen möglich gewesen. Das sorgt dafür, dass laufende Programme beim Einspielen neuer System-Software nicht beendet werden.