ClearOS Community 6.6.0

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ClearOS Community ist in der Version 6.6.0 erschienen. Die Distribution basiert auf CentOS und versucht euch einen vollwertigen Server zu bieten, der euch mit verschiedenen Diensten das Leben erleichtern soll und vor allem die Notwendigkeit eines Microsoft Servers überflüssig macht.

Wer den Blog liest weiß, dass ich wenn immer sich die Möglichkeit bietet, eine Lobeshymne auf die Distribution anstimme. Das lasse ich heute mal. Ich kann nur jedem wärmstens empfehlen sich ClearOS Community 6.6.0 anzuschauen. Hier mal ein kurzer Auszug aus den Release Notes:

The following is a list of new features in ClearOS Community 6.6.0.

Since the last release, the following apps have been released:

  • ownCloud for Home
  • ownCloud for Business

In addition, Tiki Wiki CMS Groupware, WordPress, and Joomla! are available for experimentation. These apps may be supported in a future release and are available as beta only.

Finden könnt ihr das ganze dann unter folgendem Link: ClearOS Community 6.6.0 Release Notes

Den Download Button sollte jeder auf der verlinkten Seite finden.

Ubuntu Convergence Demo auf dem MWC 2015

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Ubuntu hat vor zwei Tagen ein Video veröffentlicht, welches im Moment die Runde im Netz macht, dass uns den Convergence Modus von Ubuntu ein wenig näher bringen soll. Der Convergence Modus erlaubt das umschalten von einer Tablet Oberfläche zu einem Desktop Bedienkonzept. Somit lassen sich Apps wie z.B. LibreOffice dann ganz normal auf eurem Smartphone oder Tablet nutzen. Des Weiteren kann man das entsprechen Gerät auch mit einem Bildschirm verbinden und erhält so einen vollwertigen Desktop.

In der Ubuntu Convergence Demo werden drei verschiedene Devices getestet: ein Intel Core basierendes Tablet, ein Nexus 7 und ein Nexus 4. Die Frage die sich hier stellt: Kann das jedes Ubuntu Phone oder unterscheidet sich das System da dann doch? Ich denke mal auf dem MWC 2015 werden wir mehr erfahren. Hier erstmal das Video.

Meizu MX4 Ubuntu Edition auf dem MWC 2015

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Meizu hat heute die Vorstellung des MX 4 Ubuntu Edition angekündigt. Das Smartphone soll auf dem Mobile World Congress 2015 in Barcelona vorgestellt werden. Bei der Mx4 Ubuntu Edition handelt es sich um ein leistungsstarkes Smartphone mit vorinstalliertem Ubuntu Phone. Vor ca. zwei Wochen wurde ja schon das Aquarius E4.5 Ubuntu Phone vorgestellt, welches eher ein Einsteigermodell mit dementsprechender Ausstattung ist.

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Das Meizu MX4 Ubuntu Edition geht hier einen anderen Weg:

  • 5,36-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln
  • MediaTek MT6595 8-Kern-Prozessor
  • 2GB RAM
  • 20,7-Megapixel-Kamera auf der Rückseite

Damit muss sich das Smartphone nicht vor der Konkurrenz verstecken. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich bisher alle „flash sales“ des Aquarius E4.5 verpasst habe, wenn ich mir die Specs des Mx4 Ubuntu Edition anschaue.

Meizu hat allerdings noch keinen Kommentar dazu abgegeben, wo und wann das Smartphone verkauft wird.

Raspberry Pi 2 NAS

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Ich hatte mir die Tage mehrere Rasperry Pi gekauft und ein wenig damit rum experimentiert. Das erste was mir in den Sinn kam war, mein altes NAS zu ersetzen. Ich hatte zwar schon ein Rasperry Pi B+, war aber nicht wirklich von der Leistung des Gerätes überzeugt. Auf dem Gerät lief bei mir damals ein Owncloud Server, welcher mehr schlecht als recht seine Arbeit verrichtete.

Dagegen ist der Raspberry Pi 2 eine echte Rakete und eignet sich wunderbar als NAS. Wenn man nun auch den Preis noch beachtet bekommt man hier ein NAS + Festplatte für ca. 70€ (je nach Größe der Festplatte).

Der Rasperry Pi 2 unterscheidet sich in folgenden Spezifikationen von seinem Vorgänger:

  • A 900MHz quad-core ARM Cortex-A7 CPU (~6x performance)
  • 1GB LPDDR2 SDRAM (2x memory)

Das einzige Problem was durch die schnellere CPU entsteht: Für externe Festplatten benötigt man ein stärkeres Netzteil.

Ein Rasperry Pi 2 NAS aufzusetzen stellt dagegen das kleinste Problem dar. Theoretisch reicht schon die Installation eines Twonky Media Servers und ihr habt eine perfekte Streaming Box für eure lokalen Filme und Serien. Wie das funktioniert werde ich die kommenden Tage mal beschreiben und auch alternative Distributionen vorstellen, die sich auf dem Rasperry Pi 2 einsetzen lassen.

Test Univention 4.0-1

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Meine Güte ist das kompliziert. Aber geil.

Die letzten Tage wurde der Univention Corporate Server auf die Version 4.0-1 geupdatet. Hierbei handelt es sich um eine auf Debian basierende Distribution zur Serververwaltung. Das ganze ist ähnlich wie ClearOS oder NethServer gestrickt. Ihr bekommt eine Weboberfläche zur Verwaltung der einzelnen Servermodule.

Ich hab mir das ganze mal als VM Image runtergeladen und angeschaut:

1. Installation

Nachdem man das Image runtergeladen hat ( hier ist der Link: https://www.univention.de/download/ ) bindet man das ganze unter VMware / VirtualBox ein und startet die Installation.

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Man wird als erstes nach Sprache und Standort gefragt. Worauf auch gleich die IP Konfiguration folgt.

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Insofern man ein DHCP Setup bevorzugt, kann an dieser Stelle alles übernommen werden.

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Als nächstes kommt die Domäne. Ich wähle hier mal den Punkt „Erstellen einer neuen UC-Domäne“, da es mich interessiert wie einfach das ganze von der Hand geht. Bisher richte ich die PDCs bei Kunden immer von Hand ein, wie ich hier auch schon beschrieben hab: PDC einrichten

Ich bin da mittlerweile aber auf Ubuntu umgestiegen. Keine Ahnung warum eigentlich …. Naja weiter im Text.

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Name der Organisation eingeben, falls man einer angehört, sowie Mail und Passwort. !Achtung! Hier sollte man das kleingedruckte lesen. Das Passwort, welches hier vergeben wird, ist für den Benutzer „Administrator“. Dank der Info spart man sich das raten nach der Installation. Ich hatte den Text natürlich nicht gelesen und durfte dann erstmal den Benutzer suchen mit dem ich mich anmelde …..

Das System ist in der Test-Version bzw. der Version für die persönliche, nicht gewerbliche Nutzung, frei für bis zu 50 Useraccounts. Danach fällt eine Lizenz für ca 300€ an.

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Aus der oben angegebenen Oganisation wird der Systemname sowie die LDAP Basis erstellt. Dies kann man ebenfalls so belassen.

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Softwareauswahl. Was wollen wir mit dem Server machen? Wals soll drauf? Hier könnt ihr die entsprechenden Komponenten auswählen. Ich bleibe bei PDC und wähle noch die Oberfläche KDE dazu.

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Danach startet die Installation. Dauert nen Moment.

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Nach der Installation werden wir aufgefordert „Fertigstellen“ zu klicken. Worauf der Server neu startet. Unter der IP ist die Weboberfläche erreichbar. Man wird automatisch weiter geleitet, kann sich also die Endung /univention-management-console/ sparen.

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Zum Login verwenden wir den Benutzer: Administrator und das von euch vergebene Passwort. Wenn man wie ich den Text während der Installation nicht richtig gelesen hat, steht man an dieser Stelle echt doof da. Zumal nirgendwo ein Hinweis auf einen Benutzer zu finden ist. Erst wenn man sich als root anmeldet, wird man darauf hingewiesen, dass man lieber den Benutzer Administrator verwenden sollte, da unter root nicht alle Funktionen zugänglich sind. Aaah ja.

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Ich weiß gar nicht wo ich mit den Verbesserungsmöglichkeiten anfangen sollte, deshalb reg ich mich mal nicht auf und klick auf „Alles hat super funktioniert“ (……..)

Danach werdet ihr von der Verwaltungsoberfläche begrüßt. Und da muss ich echt mal sagen: Hut ab. Die hat sich gewaschen. Sieht richtig gut aus.

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Jetzt kommen wir zur Quizfrage: Da wir ja einen PDC eingerichtet haben, wollen wir natürlich auch der Domain beitreten. Wie lautet der Name der Domain?

Nachdem ich auf der Suche nach dem Benutzer war, fängt an dieser Stelle die Suche nach der Domain an. Unser Host heisst UCS-6197.kleewald.intranet. Naheliegend wäre also: kleewald.intranet. Falsch! Natürlich ist es: kleewald. Der Name der Organsisation, welchen wir während der Installation angegeben haben. Das Problem. Es sagt einem keiner…..

Ein Blick unter Domäne -> LDAP-Verzeichnis -> samba spuckt diesen dann aber aus.

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Nichts für Anfänger. Dafür umfassende Konfigurationsmöglichkeiten, eine aufgeräumte Oberfläche und das ganze ist auch noch super dokumentiert. Hier das Handbuch .

Da können sich andere Serversysteme ruhig mal eine Scheibe von abschneiden. Wenn es auch ein wenig Einarbeitungszeit bedarf und einige Funktionen ein wenig überfrachtet sind. Wie der Name aber schon verrät handelt es sich hier ja auch um einen Corporate-Server.

Wer zu faul ist das ganze selbst zu installieren kann die Online Demo nutzen. Ein Blick lohnt sich: https://www.univention.de/download/ucs-online-demo/

Ubuntu Phone

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Gestern wurde das Ubuntu Phone erstmals öffentlich vorgestellt. Hierbei handelt es sich um ein Smartphone des spanischen Herstellers BQ und es trägt den Namen E4.5.

Das BQ E4.5 oder Ubuntu Phone wird mit folgenden Spezifikationen aufwarten:

Screen
Dimensions 4.5”
Technology 5 points IPS capacitive multi-touch screen. Protective Dragontrail display
Layer Resolution qHD 540×960 – 240 ppi (HDPI)
Aspect ratio 16:9
Viewing angle 178º
Dimensions and weight
Dimensions 137 x 67 x 9 mm
Weight 123 g
Processor
CPU Quad Core Cortex A7 up to 1.3 GHz MediaTek
GPU Mali 400 up to 500 MHz
Memory
Internal memory 8 GB
Memory available for end use: 5,5 GB*
*The remaining memory is allocated to the operating system, cache memory and other system elements.
Ram 1 GB
Battery
LiPo 2150 mAh
Connections
  • dual micro-SIM
  • micro-USB OTG slot
  • Jack 3,5 mm TRRS for earphones (CTIA)
  • MicroSD slot, up to 32 GB
Connectivity
  • Wi-Fi 802.11 b/g/n
  • Bluetooth® 4.0
  • 2G GSM (850/900/1800/1900)
  • 3G HSPA+ (900/2100)
  • GPS and A-GPS

Als System kommt dann natürlich Ubuntu Phone zum Einsatz. Wer dies noch nicht kennt, kann sich hier einen ersten Eindruck von dem System verschaffen: Ubuntu Phone

Wer jetzt Interesse an dem Gerät hat, wird sich noch ein wenig gedulden müssen. Es wird wohl über „Flash Sales“ vertrieben werden. Hierbei handelt es sich um Aktionen, bei denen z.B. via Twitter angekündigt wird wann und in welcher Stückzahl das Gerät online zu erwerben ist. Folgt also mal den Accounts @Ubuntu und @BQReaders um da auf dem neuesten Stand zu bleiben. Der Preis wird bei ca. 170€ liegen. Sollte ich einen Flash Sale mitbekommen, werde ich euch natürlich hier im Blog darüber informieren.

Hier gibt es noch ein erstes Unboxing Video zu sehen:

 

Die Specs könnt ihr unter folgendem Link nachlesen: http://www.bq.com/gb/products/aquaris-e4-5.html

Wundert euch dabei nicht, dass dort als System Android angegeben ist. Das Gerät ist baugleich mit dem Ubuntu Phone unterscheidet sich also nur durch die Software.

Neue Linux Distribution ChaletOS

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Hat wer schon mal von der Linux Distribution ChaletOS gehört? Nein? Ich auch nicht. Man trifft heutzutage nicht oft auf Distros die noch nicht auf Seiten wie distrowatch.com und co. vertreten sind. ChaletOS ist eine davon.

Die neue Linux Distribution ChaletOS basiert auf Xubuntu und wurde Anfang diesen Monats in der Version 14.04 veröffentlicht. Ich denke es handelt sich hierbei eher um die zugrunde liegende Ubuntu Version, als die eigentliche Versionsnummer von ChaletOS. Von der Distribution konnte ich nämlich bisher keine Versionierung finden.

ChaletOS ist sehr genügsam, was die benötigten Resourcen angeht und sollte somit auch problemlos auf älterer Hardware laufen:

Minimum system requirements for ChaletOS
  • CPU: 1GHz+
  • RAM: 256MiB+ for Desktop / LiveCD – 512MiB recommended
  • Hard drive space: 8GB
  • Graphics card and monitor capable of 1024×768 resolution

Bei dem Look & Feel versucht man eindeutig Windows Umsteiger anzusprechen, da sich die Distribution sehr stark an Windows orientiert. Dies scheint auch der Grundgedanke zu sein, da schon auf der Webseite einleitend darauf aufmerksam gemacht wird:

We all know someone who tried to switch to Linux but was unsuccessful. The system that he tried was too different from what he was used to, there were too many new things and the old things were not where he expected. The goal of this project is to let anyone get used to Linux.“

Dies scheint aber ein wenig mehr durchdacht zu sein, wie z.B. bei EvolveOS was ich ja die Tage getestet habe, da die Distribution und das ganze Konzept einen sehr guten ersten Eindruck hinterlassen und mit einem Xubuntu Unterbau auch für ein stabiles Fundament gesorgt ist.

Ich denke ich werde mir ChaletOS die kommenden Tage mal etwas genauer anschauen.

Alle interessierten unter euch finden das Projekt unter: https://sites.google.com/site/chaletoslinux/home

Webmin trifft auf Bootstrap

Webmin sollte eigentlich jedem ein Begriff sein. Hierbei handelt es sich um eine Weboberfläche, die zur Verwaltung des darunter liegenden Linux Servers dient. Webmin bietet einen sehr großen Funktionsumfang, was an dieser Stelle nicht immer positiv zu sehen ist. Ich z.B. bin teilweise regelrecht überfordert, was die Einstellungsmöglichkeiten verschiedener Dienste und Programme angeht und flüchte mich dann lieber wieder schnell auf die Konsole.

Über das Aussehen der Weboberfläche scheiden sich die Geister. Manche sind vollkommen zufrieden, anderen sieht es eindeutig zu sehr nach 2005 aus. Wer eher zu der zweiten Fraktion gehört wird sich freuen, dass es immer mehr brauchbare Themes für Webmin gibt. So auch das „Bootstrap 3 Webmin Theme“, welches ihr euch unter folgendem Link runterladen könnt:

http://www.webmin.com/cgi-bin/search_third.cgi?themes=1

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Dieses versucht einen etwas neueren Ansatz bei der Gestaltung der Weboberfläche zu fahren und verbindet die doch recht ansprechend aussehenden Komponenten von Bootstrap mit Webmin. Da macht die Nutzung von Webmin auch gleich wieder Spass.

Das ganze Theme könnt ihr euch unter folgendem Link anschauen. Ein Klick lohnt: http://theme.winfuture.it/

Eine Woche mit: EvolveOS – Teil 2

Zweiter Teil des hier begonnen Distributionstest von EvolveOS

2. Verwendung des Systems

Da immer noch das Problem mit der zu hohen Mausgeschwindigkeit besteht, will ich mal versuchen die VMware Tools zu installieren. Ich hoffe das schafft Abhilfe.

Leider musste ich erstmal feststellen, dass das Tastaturlayout wohl doch nicht korrekt umgestellt wurde, da ich auf der Kommandozeile IMMER noch ein englisches Layout habe. Dies ist mir bei Eingabe des Befehls apt-get update aufgefallen, welcher natürlich nicht funktioniert.

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Also bemühen wir hier erstmal den hauseigenen „Software Center“. 14 Updates wurden gefunden. Ein Button für die Installation aller Updates fehlt. Ich muss jedes Paket einzeln anklicken. Na zum Glück nur 14 ….

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Nach dem Update wird man nicht aufgefordert das System neu zu starten, was ich sehr komisch finde, da wie ihr oben auf dem Screenshot seht, ein neuer Kernel geladen wurde. Ich starte dann mal neu, der Kernel soll ja nicht umsonst installiert worden sein.

Neustart erfolgt. Problem behoben: Keins. Maus immer noch zu schnell, Tastaturlayout immer noch falsch.

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Installation der VMware Tools gestaltet sich leider auch ein wenig schwieriger als das übliche „Enter“ drücken. Die Frage: Wo befinden sich die init Verzeichnisse (notwendig für die verschiedenen Runlevel) kann ich nicht beantworten. Da wo sie sein sollten sind sie nicht und locate funktioniert nicht. Also keine VMware Tools.

Dann schauen wir mal nach einem openVPN client.

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Leider werden wir auch hier enttäuscht.

Die Beta von EvolveOS steckt noch ziemlich in den Kinderschuhen. Die Aussage der Entwickler: “ …we want to give you something you can just use, and just works.“ Sollte vielleicht an der ein oder anderen Stelle nochmal überdacht werden. Im Moment funktioniert nämlich eher weniger. Wenn sich das Tastaturlayout nicht umstellen lässt kann ich damit noch nicht einmal vernünftig im Internet surfen. Aber bedenken wir an dieser Stelle: Es handelt sich um eine Beta. Mal schauen was da noch kommt.